Veröffentlicht am: 20.12.2025

Pflegetraining in der häuslichen Umgebung – Pflegekompetenz Schritt für Schritt stärken

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Die häusliche Pflege stellt Angehörige vor körperliche und organisatorische Herausforderungen. Viele Alltagssituationen erfordern Kraft, Geschick und ein sicheres Handling – besonders wenn pflegebedürftige Menschen im Bett liegen oder Unterstützung beim Aufrichten und Umsetzen benötigen. Ein strukturiertes Pflegetraining in der häuslichen Umgebung bietet hier wertvolle Hilfestellung. Unter der Leitung von Diplom-Pflegepädagogin Andrea Gesell vermittelt der informative Abend praxisorientiertes Wissen, das Angehörige sofort anwenden können.

Warum ein Pflegetraining so wichtig ist

Pflegende Angehörige übernehmen komplexe Aufgaben, oft ohne professionelle Anleitung. Dadurch entstehen Fehlbelastungen, Verspannungen oder unsichere Bewegungsabläufe. Ein gezieltes Pflegetraining in der häuslichen Umgebung schafft Klarheit und Struktur. Es vermittelt Techniken, die den Pflegealltag erleichtern und den eigenen Körper schonen. Gleichzeitig profitieren Pflegebedürftige von mehr Sicherheit, Stabilität und einem angenehmeren Bewegungsgefühl.

Viele Angehörige berichten, dass bereits kleine Handgriffe große Erleichterungen schaffen – vorausgesetzt, sie werden korrekt erlernt und regelmäßig angewendet. Genau darauf baut der Praxisvortrag auf.

Praxisnaher Vortrag mit direkter Anwendung

Der Vortrag findet am 11. Februar 2026 von 16:30 bis 18:00 Uhr statt und wird von Andrea Gesell, Dipl. Pflegepädagogin, durchgeführt. Der Fokus liegt auf realistischen Alltagssituationen, wie sie täglich in der häuslichen Pflege auftreten. Alle Techniken werden direkt am Pflegebett gezeigt, sodass Teilnehmende nachvollziehen können, wie Bewegungsabläufe sicher, rückenfreundlich und effizient funktionieren.

Inhalte des Pflegetrainings im Überblick

1. Drehen im Bett

Viele pflegebedürftige Menschen benötigen Unterstützung beim Drehen – ob zur Lagerung, für die Körperpflege oder beim Wechseln der Bettwäsche. Die Schulung zeigt, wie sich das Drehen ohne großen Kraftaufwand durchführen lässt und wie die eigene Körperhaltung dabei stabil bleibt.

2. Höhersetzen im Bett

Das Aufrichten in eine höhere Sitzposition ist eine wichtige Aufgabe in der Pflege. Mit den richtigen Handgriffen entsteht eine Bewegung, die für beide Seiten angenehmer und sicherer wird.

3. Aufstehen von der Bettkante

Das Sitzen an der Bettkante ist oft der wichtigste Übergang zu weiteren Aktivitäten wie Essen, Waschen oder Mobilisation. Im Pflegetraining wird gezeigt, wie Sie pflegebedürftige Menschen stabil unterstützen, ohne die eigene Wirbelsäule zu überlasten.

4. Transfer aus dem Bett in den Rollstuhl

Der Übergang vom Bett in den Rollstuhl zählt zu den häufigsten Transferbewegungen. Das Pflegetraining zeigt, wie diese Bewegung Schritt für Schritt gelingt, welche Standpositionen Sicherheit geben und wie Hilfsmittel entlastend wirken. Dadurch reduziert sich das Risiko von Stürzen oder Fehlhaltungen.

Leicht umsetzbare Tipps für den Pflegealltag

Im Pflegealltag helfen vor allem Techniken weiter, die ohne großen Aufwand funktionieren und sich sofort anwenden lassen. Viele grundlegende Handgriffe benötigen keine speziellen Hilfsmittel, sondern basieren auf klugen Bewegungsabläufen, einer guten Körperhaltung und klaren Strukturen. Einige Prinzipien haben sich dabei besonders bewährt:

  • Den eigenen Körperschwerpunkt nutzen:
    Eine stabile Körperhaltung entlastet Rücken und Gelenke. Wer den Körperschwerpunkt bewusst einsetzt, steht sicherer und arbeitet mit deutlich weniger Kraftaufwand.
  • Bewegungsrichtungen wählen, die Energie sparen:
    Jede Bewegung folgt einer natürlichen Dynamik. Wenn pflegende Personen Bewegungsrichtungen nutzen, die dem Körperfluss entsprechen, gelingt das Unterstützen, Drehen oder Aufrichten deutlich leichter.
  • Das Bett ergonomisch einstellen:
    Eine passende Betthöhe schützt vor Fehlhaltungen. Ist das Bett auf die eigene Körpergröße abgestimmt, lassen sich pflegerische Tätigkeiten wie Umlagern oder Höhersetzen wesentlich rückenschonender durchführen.
  • Kleine Hebeltechniken gezielt einsetzen:
    Schon kleine Veränderungen in der Hand- oder Armposition wirken wie Verstärker. Hebeltechniken ermöglichen es, größere Bewegungen mit minimalem Kraftaufwand auszuführen und die pflegebedürftige Person sicher zu unterstützen.
  • Aktive Mitarbeit fördern:
    Pflege gelingt leichter, wenn pflegebedürftige Menschen, soweit es möglich ist, selbst kleine Bewegungen übernehmen. Das reduziert den Kraftaufwand für Angehörige und stärkt gleichzeitig die Mobilität und das Selbstvertrauen der gepflegten Person.

Für wen das Pflegetraining geeignet ist

  • Angehörige, die regelmäßig pflegen
  • Menschen, die neu in die häusliche Pflege einsteigen
  • Betreuungskräfte
  • Interessierte, die Techniken für den Alltag erlernen möchten
  • Pflegebedürftige, die Bewegungsabläufe besser verstehen möchten

Auch Personen, die bereits Erfahrungen gesammelt haben, profitieren vom Austausch und von der Auffrischung wichtiger Handgriffe.

Vorteile eines strukturierten Pflegetrainings

  • Mehr Sicherheit für pflegende Angehörige und Pflegebedürftige
  • Schonung des eigenen Rückens und Vermeidung von Fehlbelastungen
  • Verbesserte Bewegungsqualität durch saubere Techniken
  • Erleichterung des Alltags durch nachvollziehbare Abläufe
  • Mehr Selbstvertrauen, weil Bewegungen kontrolliert und sicher ausgeführt werden
  • Besseres Verständnis für Hilfsmittel und deren optimale Nutzung

Fazit – entlastende Techniken für jeden Tag

Ein Pflegetraining in der häuslichen Umgebung stärkt die Pflegekompetenz und erleichtert typische Alltagssituationen deutlich. Durch die anschauliche Vermittlung direkt am Pflegebett erhalten Teilnehmende Techniken, die sofort umsetzbar sind und nachhaltig zu mehr Sicherheit führen. Der Vortrag von Andrea Gesell bietet eine wertvolle Gelegenheit, Wissen zu erweitern, Belastungen zu reduzieren und den Pflegealltag ein Stück leichter zu gestalten.

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